Warum dieses abgelegene Dorf im Himalaya?

Es ist uns zugefallen: wir wurden durch bestehende Verbindungen darauf aufmerksam. Sicher gibt es auch andere Sorgen in der Welt, aber wir nehmen aus dieser Lawine an Problemen, die unsere Lebensweise verursacht, eben dieses eine Steinchen heraus. Der tiefe Einblick in die Situation der Menschen in Dhye kann uns auch dazu anregen, unser tägliches Verhalten in Bezug auf seine Klimaschädlichkeit zu überdenken.

Ein Cölber Bürger, Wolfgang Korn, war in den 70er Jahren viel in Nepal unterwegs und spricht Nepali. Er hat dort unter anderem Aufmaßzeichnungen von vielen bekannten nepalesischen Tempeln angefertigt, die nach dem schweren Erdbeben 2015 verwendet werden konnten, um diese Tempel wieder aufzubauen. In Nepal ist aber auch ein Buch von ihm über traditionelle nepalesische Architektur erschienen, so dass er dort durchaus einen Namen hat.
Er wollte schon immer das damals (wegen seiner Nähe und Verbundenheit mit Tibet/China) für Westler verbotene Königreich Mustang besuchen. Als das im Jahr 2014 möglich war, wurde ihm Fidel Devkota als Kenner der Gegend empfohlen. Sie trafen sich dort, und Fidel zeigte ihm das Dorf Dhye und erklärte die Notwendigkeit der Umsiedlung. Wolfgang Korn begann, für das Projekt Häuser zu entwerfen, die zugleich die traditionelle Bauweise berücksichtigen, als auch den Anforderungen der Gegenwart, wie Erdbebensicherheit, Toiletten und Klimaanpassung in dieser Gegend genügen. Da die Apfelplantage bereits bestand, konnte mit Hilfe des Senior Expert Service auch Dr. Norbert Clement als Apfelexperte aus Marburg von dem Projekt begeistert werden.
Es wurde daher eine Klimapartnerschaft in dem Projekt "50 kommunale Partnerschaften bis 2015" des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung angebahnt, Vertreter der Gemeinde Cölbe reisten zum Auftaktworkshop auf die Philippinen, um dort Vertreter von Dhye bzw. dem übergeordneten VDC (Village Developement Committee) zu treffen. Die Weiterführung des Projektes wurde durch die Gemeindevertretung abgelehnt. Da die Kontakte aber bereits bestehen, soll die Partnerschaft durch den privaten Verein Cölbe-Nepal e.V. weitergeführt werden.

Cölbe Dhye Verein // Grüne Bette 14 // 35091 Cölbe // IBAN: DE20 5335 0000 0037 0064 67